WordPress: Und ewig grüßt das CMS

Gerade wenn Admina ihren geist-reichen Beitrag als Anwender mit IT-technischen Background in das Internet stellen möchte, kommt sie sehr schnell zu einer gängigen Konfiguration:

Linux, Apache, PHP, MySQL, dyndns, auch mit LAMP abgekürzt und eben ein CMS nach Wahl.

Für mich war das erste CMS das CMSimple [1]. Es benutzt keine Datenbank und der ganze Text landet in einem HTML-file und ist damit gut zu sichern. Wie es so ist, schaut man dann doch mal über den Tellerrand, gerade wenn ausgefeiltere Anforderungen anstehen. In meinen Falle war das eine Möglichkeit, die Artikel überschaubarer nach Kategorien zu sortieren und eine brauchbare Weblink-Verwaltung.

Und so probierte ich verschiedene CMS aus – wobei mir diese Quelle [2] sehr half – und landete schließlich bei meinen Favoriten Joomla und WordPress. Maßgeblich war das Konzept, ein rudimentäres CMS mit allerlei Modulen aufzupeppen und natürlich eine brauchbare Theme-Verwaltung. Und genau dort taten sich schon die Unterschiede auf und begann der Ärger…

Nicht, dass es jetzt darum ginge, welches das bessere CMS ist, nein, vielmehr begann ich an den Verstand der Entwickler dieser CMS zu zweifeln! Und um es auch gleich Richtig zu stellen: Ich respektiere jede Art von OpenSource-Arbeit, freiwillige Entwickler, die Projekte mit ihren Modulen bereichern und sich an den PC setzen und ihre Zeit in diese Projekte investieren, anstatt auf dem Fußballplatz einen Schoppen zu petzen. Aber:

… trotzdem kann man gesunden Menschenverstand von diesen Menschen verlangen!

Da werden Konstrukte zusammen programmiert, die dann ein unbedarfter (oder mittelbedarfter) Anwender nachvollziehen, einbauen und nutzen darf/soll um gleich zu scheitern. Da wird mit einer Entwickler-Logik herangegangen – in der Anwendung, also dem Handling solcher Module! – die man vielleicht von Marsmenschen oder Hellsehern abverlangen kann, aber von keinen mitteleuropäischen Menschen der seinen „Nachweis im Mitdenken“ über viele verschiedene Zertifikate, Lehre und Studium erworben hat und der sich auch nicht scheut, mal 3 Tage an einem Problem/an einer Aufgabenstellung zu feilen.

Männers! Wenn ihr fertig seit mit Programmieren, einfach mal beim Nachbar klingeln, ob der dann dieses Modul zum fliegen bringt und wenn nicht: einfach nochmal über das Konstrukt nachdenken! Es ist wie mit der berühmten Autotürklinke, die erst reingedrückt werden muß, obwohl man die Tür aufziehen will. Irgendwie (un-)sinnig … [3]

Um es kurz zu machen: Ich habe jetzt mal 2 Wochen mit Drupal 7 gebastelt. Gefällt mir gut. Und dann wollte ich einfach nur eine brauchbare Weblink-Verwaltung, so ganz einfach, bei Sonnenschein und ohne Führerschein … und? Um es auch hier kurz zu machen: Drupal 7 ist bei mir wieder verschwunden. Die Logik, die sich hinter Modulen wie Weblink und Taxomonie verstecken, entziehen sich meiner Hirntätigkeit.

Naja, wie dem auch sei: Letztlich bastel ich seit 3 Jahren mit WordPress rum (Joomla hatte ich ebenfalls mangels Logik abgeschossen) und hoffe, dass mir der Herr irgendwann im Schlaf mehr Hirn gibt, damit ich auch in der Logik eines Joomla/Drupal-Entwicklers tiefer einsteigen kann. Damit würden sich mir wieder 2 CMS mehr erschließen. Oder ist Handling für Entwickler kein Thema? Ich sage nur: Autotürklinke …

| Quellen: [1] [2] [3] | Bildquelle Wikimedia.org |

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