Spam in Dosen

Mein Arbeitskollege hat ganz stolz eine Dose mit Spam [1] auf dem Schreibtisch stehen. Nicht, dass ich Ihm dieses nicht gönnen würde. Spam kann wirklich gut schmecken und letztens verriet mir mein geliebter Kollege, dass es Spam als Sushi geben würde! Lieber Stefan, verschone mich mit solchen Vorstellungen. Ich meine hier natürlich Email- spam. Und das ist leider nicht schmackhaft und landet täglich in unseren Postfächern, Kommentar-Formularen und Links. Ich meine die kostenlose digitale Werbung. Und dagegen gibt es auch etwas (wenn auch keine versiegelten Dosen). Streng genommen! 

Ein Standard-Tool gegen spam im WordPress (WP) blog ist Akismet [2]. Dieses Tool – meistens als plugin in WP genutzt – siebt sehr zuverlässig blog-spam heraus. Aber wie macht es das?

Eigentlich nichts Besonderes: Es nimmt den z.B. eingestellten Kommentar von einen Anwender, notiert sich allerlei Angaben, trottet zu einen Server in den USA und vergleicht diese Angaben mit einer Datenbank. Steht der Absender, der Text oder andere Angaben als spam in dieser Datenbank ist es spam und Akismet verhindert den Spam-Eintrag im Blog.

Dem aufmerksamen Leser ist jetzt schon schlecht geworden – nein, nicht vom Spam sondern von der Zeile, in der es heißt, dass Informationen auf einen Server in die USA transferiert werden. Gut, sind wir nicht pinzig und gehen mal davon aus, dass es für die U.S. Regierung nichts wichtigerisches gibt als Datenschutz (verkneif dir das lachen!) und die Daten NATÜRLICH anonymisiert wurden und der Server nicht im Rechenzentrum der NSA steht und… Naja, eben alles gut. Und trotzdem hat uns dann Akismet nicht so einfach los.

Sobald Akismet auf einen WP Blog zur spam-Abwehr eingesetzt wird, muss (streng genommen!) ein Hinweis präsent sein, der das dem Blog-Besucher mitteilt. Denn nicht alle lieben Staatsbürger wollen über eine Standleitung ungefragt ihre Web-Daten in die USA transferiert sehen. Warum eigentlich? Und sobald im blog Werbung eingebunden ist, ist (streng genommen!) dass kostenlose Akismet nicht mehr kostenlos – in kommerziellen Projekten ist es kostenpflichtig.

Streng genommen hatte ich damit die Schnauze voll, nach Alternativen umgeschaut und Antispam Bee [3] gefunden. Nun, ob es besser ist? Darüber läßt sich sicherlich streiten. Macht es die Sachen, die ich oben über Akismet geschrieben habe? NEIN. Und das ist es mir schon wert, es mal auszuprobieren. Ein weiterer  Artikel zu diesen Thema folgt bestimmt. Streng genommen!

| 1 Spam in Dosen | 2 Akismet, der Klassiker | 3 Antispam Bee, die Alternative |

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