Mainzi Joe und die Suche nach dem Goldenen iPad

Im Jahre 3211 sieht es in Deutschland anders aus. Verschiedene Wein-Kriege haben Deutschland verändert. So gab es den Frankfurter Ebbelwoi Krieg (FEK), ein sehr unseliger Krieg! Nicht, weil es da zu einer vermehrten Reduzierung von glücklichen Ebbelwoi Trinkern kam, nein, vielmehr weil sich die unselige „Kampf dem Apfelmatsch“-Koalition aus Offenbach und Hanau bildete. Nicht, daß Randgruppen nicht auch ein Nationalgetränk haben dürften! In Gegenteil: Jeder sollte ein Mineralwasser sein eigen nennen! Aber die Ebbelwoi-Pipeline aus den Frankfurter Umland zur Frau Rauscher in der Klappergaß abzuklemmen, war schon ein starkes Stück! 

Nicht, dass dies irgendwie für die Weltgeschichte relevant war, aber dieser Krieg zog leider seine Kreise und erreichte Mainz. Nicht, dass dies irgendeinen Äppelwoi Trinker kümmerte, in Gegenteil, diese Ansammlung von Baracken war der Flughafen-Erweiterung eh‘ nur im Wege, auch wenn das Historiker des 24. Jahrhundert (die sogenannte Guido-Bewegung, Namensherkunft ist im Jahr 3211 nicht mehr nachvollziehbar!) zum Teil anders sehen, ist der Weltgeschichtliche Konsens eindeutig: Die Flughafen- Erweiterung war notwendig!

Und so ergab es sich, dass aus dem ehemals Mainzer Hauptbahnhof ein Abflugterminal für kleine Sportmaschinen wurde. Nicht, dass dies zu belächeln wäre: Ein zäher politischer Kampf gegen die Flughafen-Erweiterung führte zu einen historischen Kompromiss! Die 67 Meter Außenfassade des Bahnhofs sollte harmonisch in das geplante Abflugterminal integriert werden und hat sich im Jahre 3211 hervorragend als Kofferlager bewährt! Dieser Mainzer Kompromiss ging in die Geschichte als der „Mainzer Kompromiss zum Mainzer Hauptbahnhof“ ein!

Aber schlimmer traf es einen kleinen Hügel im Mainzer Umland! Angeblich ursprünglich nach einen Vogel benannt, setzte sich doch die Tradition des Volksmund durch und der Vogelberg erhielt den Namen „Swinger-Hügel“. Nicht, dass dies irgendwie unanständig wäre – hat sich ja der Umgang mit Sexualität im Jahre 3211 gänzlich verändert! (Sex wurde per Dienstanweisung verboten) – vielmehr wurde der gesamte Abraumschutt nach der Evakuierung Mainz’es dort abgeladen, die dortigen Hütten verkamen und 1000 Jahre später glaubten sogar Winzer aus dem Noch-Mainzer-Umland, die Zeit sei reif für die erste Rekultivierung einer Weinrebe am Swinger Hügel.

Und hier beginnt die „Geschichte des Mainzi Joe“, ein anerkannter Kenner vieler Swinger Hügel, maßgeblich beteiligt am Mainzer Kompromiss zum Mainzer Hauptbahnhof und gnadenloser Ebbelwoi Gegner! Nicht, dass nicht jede Stadt einen saufenden Dummschwätzer hätte, aber da war Mainzi Joe unübertroffen: Was er machte, machte er gnadenlos und ignorierte gewissenlos jeden Bluttropfen, der aus den Ohren seiner Zuhörer floss! (Wie ist wohl sonst der Mainzer Kompromiss zum Mainzer Hauptbahnhof zustande gekommen?). Aber bekanntlich sieht im Jahre 3211 der Blick in die Geschichte anders aus.

Und damit kommen wir zum Wesentlichen Teil dieser Geschichte! Als sich Mainzi Joe wieder einmal auf eine Exkursion auf dem Swinger Hügel machte und sich so überlegte, wie er sein armseliges Leben als Archäologe (Spezialgebiet: Informationskatuschen aus dem 21.Jahrhundert) auszeichnen könnte, kommt ihn der (einzige) Lichtblick! Mainzi Joe wird diesen Abschnitt seines Lebens „Mainzi Joe und die Suche nach dem Goldenen iPad“ nennen. Davon war er gar sehr angetan, gar so sehr, dass er springte, jauchzte und sang vor Freude. Nicht, dass es einen Vollidioten etwas ausmacht, wenn er dabei eine Weinrebe zertritt, aber im Jahre 3211 waren da die Mainzer Weinbauern doch etwas pinzig und trieben Mainzi Joe den Swinger Hügel immer weiter hinauf, der Spitze entgegen (sozusagen) und dann – noch nicht der Gerechtigkeit genug – bewarfen sie Mainzi Joe solange mit Ebbel, bis er die Besinnung verlor und in Ebbelwoi ertrank.

Das (aus Frankfurter Sicht) ehrenhafte Ende des Mainzi Joe, unter Einsatz seines Lebens „das Goldene iPad“ zu finden und dabei doch so beschissen zu scheitern, war dann doch nicht ganz umsonst: eine Produktionsfirma kaufte die Rechte an dieser Geschichte der Familie Mainzi Joe’s ab und so konnte wenigstens die Mainzi-Rest-Klein-Familie ein sorgenfreies Leben in Saus und Braus leben. Nicht, dass es nur Affen auf der einen Rhein-Seite geben würde….

P.S. Und an allem haben die Offenbacher Schuld!

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1 Kommentar auf "Mainzi Joe und die Suche nach dem Goldenen iPad"

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Brubaker
Gast

Um das gleich richtig auszulegen: Der Kult um Apple-Produkte nervt!
Ähnlichkeiten im geografischen Umfeld sind erwünscht.
Dank an Azubi Hendrik für die Idee dieses Kalauers 🙂

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