Galerien

Ursprünglich habe ich hier alle meine Foto- Galerien ausgestellt. Allerdings ist mir klar geworden, dass kaum ein Mensch die Zeit nimmt/hat, Tausende von Bilder an zu schauen. Deswegen habe ich diese Seite umgebaut und sehe sie als meine persönliche ‚favorite wall‘. Zukünftig will ich hier einige, wenige meiner Bilder mit einer kleinen Story anbieten und hoffe, dass Ihr genauso viel Spass daran findet, wie auch ich.

Strukturen am Strand von Richmond (bei Vancouver in Canada)

Bei einen meiner Strand Bummel in Richmond ist mir aufgefallen, wie stark künstliche Strukturen eine Landschaft prägen. Pfosten die von Menschen vor 100 Jahren in die Erde getrieben wurden, Steinwälle, die ihre eigene Performance zeigen und verschiedene Materialien, die im Konzert schon fast eine Geschichte erzählen. Genau wie diese Bank mit der verlassenen Rose.

Bei meinen Bummel am Strand fand ich diese Kombination und ich verspreche, dass ich diese Rose in ihrer Lage nicht verändert habe. Und als ich mir die Rose ansah, sah ich im Hintergrund diese gleichförmige Reihe an Pfosten. Und dieser Kontrast von Gleichmäßigkeit und das Chaotische der Liebe fand ich sehr reizvoll. Diese Szenerie in schwarz-weiß abzubilden, quasi als den umfassenden Rahmen für Gleichmäßigkeit und Chaos, war fast eine Offenbarung.

Richmond bei Vancouver ist die ehemalige Fisch- Metropole von Vancouver. Hier stehen noch viele alte Holz- Stege und Hütten, die aus der Zeit einer blühenden Fisch- Industrie stammen. Die Fischer fuhren mit Ihren Booten hinaus und entleerten ihren Fang an diesen Stegen. In den Hütten wurde die Fische weiterverarbeitet oder Service für die Fischer- Boote angeboten. Und die Pfosten dieser Stege und Hütten, sind am Strand von Richmond alle paar Meter sichtbar.

Es überrascht einen doch immer wieder, wie widerstandsfähig Holz ist. Hölzer die Tausende von Jahren ausgehalten haben, sind in der Archäologie keine Seltenheit. Die Fisch- Industrie in Richmond fand ihren Niedergang ab den 1950er Jahren und seitdem, stehen diese Pfosten ungepflegt in ihren Sockel am Wasser und trotzen Sturm und Sonne. Und diese Gleichmäßig der Pfosten bildet einen wunderbaren Kontrast zur Natur.

Aber auch die Schutzwälle am Strand aus unbehauenen Stein sind – wenn auch nicht in ihrer Geradlinigkeit – ein wirklich beeindruckender Kontrast. Laufen diese Wälle immer entlang dem Strand und damit zur See hin, so bilden sie dadurch einen Streifen Niemandsland zwischen Erde und Wasser, der Fantasia Raum lässt.

So kann sich jeder Mensch leicht zwei Brüder vorstellen, die sich im Streit Tausender Jahre getrennt und gezügelt fanden, als der Mensch die Steinwälle schuf. Der Streit der Brüder wurde ruhiger und die Menschen schufen eine neue Schönheit. Trotzdem bricht manchmal ein Sturm herein und scheint, die Steinwälle der Menschen einfach zu ignorieren. So finden sich Berge und Berge von angeschwemmten Holz- Stämmen an Strand. Canada ist Holz- Export- Land Nummer Eins. Und der Transport der Stämme aus den Wäldern, zu den Häfen und auf die Schiffe lässt einiges an Verlust vermuten. Hölzer, die in die See stürzen, werden wieder an den Strand gespült.

Vielleicht ist das ein Geschenk von einen Bruder an den anderen, aber vielleicht ist es auch Trotz und Neckerei zwischen Beiden. Und zwischen dem Spiel vom Wasser und Erde, dem Wirken der Menschen und der Strenge der Schönheit, erscheint dann auch sowas wie Witz.

Plötzlich sieht man eine Reihe von Pfosten im Hintergrund, einen Balkon- artigen Vordergrund aus angeschwemmten Holz und hinter einem Stamm lugt vorwitzig ein kleiner Stock hervor und schielt zu den Pfosten. Das Chaos riskiert einen Blick zur Gleichmäßigkeit. 

Und ein weiteres Bild, könnte glatt die Strategie eines Fußball- Trainers darstellen: Erst durch die Abwehr, dann rüber, auf die rechte Seite und von dort durch das Mittelfeld auf das Tor. Mich ermuntern diese Bilder immer sehr und betrachte sie sehr oft! 

Ich hoffe, Dir hat meine kleine Vorstellung gefallen. Du kannst diese Bilder gerne benutzen, aber lies bitte vorher die untenstehende Lizenz- Regelung. Alles Gute.

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